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Clickworker gegen Rechts geht in die zweite Runde

Die rechte Szene hat das Internet längst für sich entdeckt: Von Foren, über Video- und Musikportale bis hin zu sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Blogs und Co – das Weltnetz, so benennt die rechte Szene das Internet, bietet viele Möglichkeiten, Propaganda zu verbreiten, Wähler zu werben und sich mit anderen Anhängern der Szene auszutauschen.

Hintergrund

Bereits in den Jahren 2009 und 2010 hat sich clickworker.com im Zuge einer Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung gegen Rechtsextremismus im Internet eingesetzt. Das enorme Potenzial und Engagement unserer Clickworker hat es möglich gemacht, innerhalb nur weniger Monate insgesamt 1.550 unterschiedliche Internetseiten mit rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Inhalten zu melden. Dies verhalf nicht nur zu einem Überblick über die rechte Szene im Internet, sondern auch zu aktiven Gegenmaßnahmen: Internetseiten wurden entfernt und Kommunikationsstrategien zur inhaltlichen Gegenüberstellung in Internetauftritten konnten auf Basis des von unseren Clickworkern gesammelten Materials entwickelt werden (siehe hierzu auch: Clickworker gegen Rechts – ein Anfang).

Die Gefahr der sozialen Netzwerke

Besonders in sozialen Netzwerken bleiben Anhänger der rechten Szene oft unerkannt, wobei es gerade diese Netzwerke sind, die es bewerkstelligen, auch den Mainstream an Ideologien heranzuführen: Rechtsextremisten können sich in normale Diskussionen einschleichen, um den Diskurs auf ihre Einstellungen hin zu verschieben. Besonders Jugendliche, die soziale Netzwerke verstärkt als Kommunikationsmittel nutzen, kommen so in Berührung mit der rechtsextremen Szene, ohne dass sie es bewusst merken. Auch innerhalb unterhaltungsmedialen Communities wie Musik- und Videoportalen ist die rechte Szene vertreten. So versuchen rechtsextreme Akteure zum Beispiel über Rechtsrock-Videos auch an Subkulturen heranzutreten. Bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken ist es nicht die Ideologie, die im Vordergrund steht, sondern vielmehr Alltägliches. Links zu rassistischen oder antisemitischen Internetauftritten werden meist nur unterschwellig eingebaut, weshalb es schwierig ist die rechte Szene hier überhaupt zu identifizieren. Genau hier setzt clickworker.com nun an.

Aktiv werden gegen Rechts – Neuauflage des Projekts von 2009/2010

clickworker.com hat die Gefahr der sozialen Netzwerke erkannt und möchte nun in einer neuen Auflage der Zusammenarbeit mit der Amadeu Antonio Stiftung hiergegen vorgehen. Wir setzen auf die Tatkraft und das gesellschaftliche Engagement unserer über 120.000 Clickworker und konzipieren ein neues Projekt, bei dem besonders in sozialen Netzwerken nach rechtsradikalen Inhalten und speziell nach Links zu rassistischen, antisemitischen und rechtsextremen Webseiten gesucht werden soll. Jeder Clickworker, der an der Aktion teilnimmt, bekommt einem symbolischen Betrag von einem Cent pro Auftrag – wir möchten einen sozialen Beitrag leisten und aktiv für unsere Gesellschaft eintreten und hoffen auf Ihre Mithilfe!

Dieser Artikel wurde am 12.September 2011 von judith geschrieben.

von: Judith Schröder

Judith Schröder unterstützt die Bereiche Support & Recruiting.




11 Kommentare

Sebastian 06.10.2011, 19:41:55 Uhr

Ich finde diese Aktion nicht gut. Wenn wir mittels Zensur und Denunziation – hier sogar gegen Geld – Menschen vorschreiben wollen, wie sie zu denken haben, bedienen wir uns jener faschistischen Methoden, die wir eigentlich selbst so verachten.

Rosa Luxemburgs berühmter Spruch gilt eben auch für die Gegenseite.

Ich unterstütze euer Ziel, aber das ist der falsche Weg.

Angelina Conic 07.10.2011, 15:59:53 Uhr

@Sebastian

Es ist richtig, dass man keinem Menschen vorschreiben kann, wie er zu denken hat. Sie müssen jedoch auch bedenken, dass sich auf vielen rechtsradikalen Seiten Inhalte befinden, die gegen das aktuelle Gesetz verstoßen und strafbar sind. Auch nur gegen solche, wird dann letztendlich rechtlich gegen vorgegangen.
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Support & Community Management

Sven 18.10.2011, 02:53:05 Uhr

Lasst es mich so sagen…,
die Rechte Community lernt ja, und wenn die sich schon so kleiden wie linksradikale(schwarze kaputzenpullies, jeans, keine rechten Symbole), dann finde ich es ok wenn man ein “Auge” darauf wirft. Nur sollte nicht alle Entscheidungsgewalt bei einer Person bzw. einem Kreis von Personen liegen. Es sollte eine Gruppe geben, die Inhalte markiert, und völlig andere sollten(mehrfach) darüber entscheiden ob diese Inhalte bedenklich sind.

Christian 19.10.2011, 23:16:01 Uhr

Im Gegensatz zu Sebastian finde ich die Aktion sehr gut. Es hat für mich nichts mit Denunziantentum oder Zensur zu tun, eher mit Zivilcourage. Eine demokratische und freiheitliche Gesellschaft lebt davon, dass alle ihre Mitglieder wachsam sind gegenüber Angriffen auf ihre Werte (Meinungs- und Pressefreiheit, Gleichberechtigung) und sie engagiert verteidigen – nicht bloß diejenigen, die das als berufliche Aufgabe haben (Polizei, Verfassungsschutz usw.). Und dass man als (naturgemäß gewinnorientierter) Wirtschaftsakteur auf eigene Kosten diese Zivilcourage fördern möchte, spricht eindeutig für das Unternehmen, das sich als verantwortlicher Teil der Gesellschaft sieht.
Übringens: Ich selbst habe schon etliche rechtsextreme Inhalte gemeldet. Leider erscheint seit einigen Tagen die “Aktion gegen Rechts” bei mir nicht mehr in der Auftragsliste. Dabei hätte ich noch zahlreiche “Fundstücke” zu melden. Woran liegt das? Ist die Aktion etwa schon beendet?

Eugen 20.10.2011, 13:37:51 Uhr

Ich bin der Meinung, dass man diese Arbeit den linken Parteien überlassen sollte. Politik im öffentlichen Diskurs darf nicht parteiisch sein. Denkt nur mal darüber nach was alles “extrem” ist.

marianna 31.10.2011, 05:29:50 Uhr

Great initiative: hope I can help!

Rene 02.11.2011, 08:39:40 Uhr

Hallo! Ich finde den Kampf gegen Rechts völlig richtig. Allerdings werde ich niemals verstehen warum Linksradikale akzeptiert bzw. tolleriert werden. Gewalt bleibt Gewalt ob von Rechts oder Links, völlig egal. Also, kämpft auch gegen Linksradikale Seiten, das wäre konsequent.

Daniel Marz 02.11.2011, 11:21:01 Uhr

Radikalität und Gewalt ist nie akzeptabel, egal ob von Links, Rechts oder aus der Mitte. Da haben Sie natürlich in jedem Fall recht.

Roberto Ormino 04.11.2011, 17:35:48 Uhr

Sag ich mal, alles was gegen diskriminationen und radikalismus und rechtsextremismus ist sehr verstandlich mehr als verboten sag ich doch, als auslander oder als europea, hatte ich die chance im einem radikale lander leben zu konnen? leider nich. warum? darum! hatte jemand sagen konnte, aber falsche dass konzept ist liebe freunden, weil die globalizierung besteh immer noch agressive und fur allem, irgendwie, dass im ausland leben, wird eine probleme zu konfrontieren.
Ich bin halbe Italiene, halbe chilene, lebte einige jahren im Deutchland, im Schotland, im Scweize,im ostereich, im Suden America. etc.etc.. ich mochte dass leute woll fuhllen. du nicht?

Sofia 08.02.2012, 17:33:11 Uhr

i want to help with this.
unfortunatly there are a few internet content here in PT.

Angelina Conic 08.02.2012, 18:05:07 Uhr

Thank you very much for your help offer! Unfortunately, the project has been closed already by now. We have got many new leads and the Antonio foundation is already sifting through the material.
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Support & Community Management



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