von: Judith Schröder
Judith Schröder unterstützt die Bereiche Support & Recruiting.
Wer selbst ein Buch schreiben und veröffentlichen möchte, steht meist vor großen Hürden. Denn das Schreiben eines Buches – die eigentliche kreative Leistung also – ist nur der Anfang eines jeden Buchprojektes. Von Lektorat , Grafik-Gestaltung über PR-/und Marketingmaßnahmen bis hin zu Druck und Vertrieb – der Weg eines Buches ist lang, bis wir es in den Regalen eines Buchhandels stehen sehen. Und jeder einzelne Schritt möchte bezahlt werden. Dies geschieht in der Regel durch eine Vorfinanzierung seitens Verlag und Autor oder in einigen Fällen auch mithilfe von Sponsoren.
Nicht selten ist es, dass eine Veröffentlichung an genau dieser Vorfinanzierung scheitert. Wenn das Buchprojekt nämlich nur eine kleine Leserschaft zu erwarten hat, muss man viel Geld einbüßen. Was also tun, wenn man ein Buch, dass es Wert ist gelesen zu werden, veröffentlichen möchte, man die Marktchancen aber nicht einschätzen kann? Crowdfunding könnte hier die Antwort sein. Hierbei stellt man seine Idee oder ein ausgereiftes Projekt einer Community vor, die dann das Projekt mit Spenden unterstützen kann.
Das Prinzip überzeugt mit drei grundlegenden Vorteilen: 1. Durch die Anzahl der Spender wird ersichtlich, wie viele Leute sich bereits vor der Veröffentlichung für das Buch interessieren. 2. Die Spender können selbst entscheiden, wie viel sie spenden möchten – das finanzielle Risiko wird minimiert. 3. Crowdfunding Plattformen bewegen sich im Social Web– man kann also auch persönliche Kontakte zu anderen Usern (Autoren, Verleger, Leser) aufbauen und pflegen.
Plattformen wie beispielsweise: Kickstarter, mysherpas oder startnext machen Crowdfunding für kreative Projekte möglich.
Die Crowd begeisternWer nun glaubt, es würde ausreichen, einen Klappentext seines Werkes auf einer dieser Plattformen zu veröffentlichen und einfach abzuwarten, hat sich geirrt. Auffallen heißt hier nämlich die Devise. Wenn man möchte, dass die Crowd das eigene Projekt unterstützt, muss man sich etwas einfallen lassen. Auch die Crowd möchte wissen, warum sie sich gerade für dieses und nicht ein anderes Projekt einsetzen sollte. Ein durchsichtiges Konzept mit definierten Zielen, sorgt für Klarheit, was aus dem anfänglichen Projekt später werden soll.
Aber auch durch bestimmte Anreize kann man das Interesse der Community wecken. So kann man zum Beispiel Spendern einer kleineren Summe ein handsigniertes Exemplar des Buches schenken, bei höheren Zuwendungen private Lesungen anbieten oder die Namen der Nebenfiguren – vielleicht sogar die der Protagonisten – benennen lassen. In jedem Fall aber sollte man sich selbst treu bleiben. Auch hinter der Crowd stecken nur ganz normale Menschen, die auf Ehrlichkeit, Charme und Authentizität in der Regel besser reagieren als auf dubiose Verkaufsstrategien.
(Bild von flickr User stevecoutts)
Judith Schröder unterstützt die Bereiche Support & Recruiting.
Brigitte Jäger-Dabek 20.10.2011, 17:34:49 Uhr
Was immer auch seriös ist an Verlagsverträgen verlangt keinerlei finanzielles Engagements vom Autor. Eine finanzielle Risikobeteiligung des Autoren kennen seriöse Verlage nicht. Das gibt es nur bei Vorschussverlagen. Wer es also nicht schafft mit einer Idee einen Verlag zu begeistern, sollte eher das Projekt überdenken als zu versuchen nun auch noch Dritten Geld aus der Tasche zu ziehen.Übrigens: wenn man sich aber in solch ein als chancenloses eingeschätztes Projekt veguckt hat, bleibt immer noch die Chance es als Book on Demand herauszubringen.
Also: bitte nicht noch eine Isee, gutgläubigen Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen.
Beste Grüße
Brigitte Jäger-Dabek
Ps.: Ich weiß nach sechs Buchveröffentlichungen, wovon ich rede und habe noch nie einen Cent aus eigener Tasche investiert. Dabei schreibe ich keine Massentitel, sondern z.B. Bücher über Polen.
CAZIN 21.10.2011, 15:14:45 Uhr
Hallo,
Ich weiB nicht, ob ich die Ehre habe, mit Judith Schröder zu sprechen. Jedenfalls wollte ich dies sagen: ich habe von 6 Jahren versucht, meinen ersten Roman zehn Verlagen zu posten, aber diese wurden mir zurückgeschickt: mein “Mangel an Stil” wurde ein Mal erwähnt;
Jedoch werde ich Ihnen sicher als eine stolze Dame auffallen, aber ich finde meinen Roman nicht so schlecht, sogar schon befriedigend; natürlich kann er immer noch verbessert werden (viele Einzelheiten, die die meisten ungeduldigen Franzosen heutzutage nicht lesen wollen, aber die für mich nützlich waren),aber warum hätte ich keine Chance?
Da ich deutsche Studien während 6 Jahre in Frankreich gemacht habe, wurde vielleicht mein Stil von den deutschen Autoren wie Franz Kafka, Hermann Hesse, usw…beeinfluBt, sodaB ich gedacht habe, meine Arbeit deutschen Verlagen zu schicken…
Was schlagen Sie mir vor?
Mit freundlichen Grüssen,
Lucie Cazin
Justynna 23.01.2012, 12:39:24 Uhr
Hallo,
vielen Dank für Ihren Artikel.
Ich finde ihn sehr hilfreich für jemanden, der ein Buch veröffentlichen möchte, wie ich zum Beispiel ;)
Ich werde mir Ihre Tipps in Zukunft zu Herzen nehmen.
Gruß
Tynna